| Buster verliert in der Tat keine
Haare. Wenn man sein Fell gründlich bürstet, bleibt zwar ein samtiger
Flaum darin hängen, das ist aber alles. Sein erster Besuch beim Tierarzt
war ein voller Erfolg. Er ließ sich bereitwillig untersuchen und wurde als
kerngesund und charakterlich einwandfrei bezeichnet. Sein Temperament
entspricht dem, was wir zuvor über Goldendoodles gelesen hatten. Er ist
sehr intelligent und hat innerhalb der ersten Wochen bereits die
Grundbefehle wie 'Komm', 'Sitz' und 'Platz' gelernt. Buster macht zurzeit
einen Welpenkurs mit, in dem er weitere wichtige Dinge lernt, aber am
liebsten mit den anderen Welpen herumtollt. Er ist sehr gerne mit anderen
Hunden zusammen und geht auch auf jeden Menschen zu. Nach 7 Wochen bei uns ist
Buster so gut wie stubenrein. Natürlich klappt das nur, wenn wir
regelmäßig mit ihm Gassi gehen. Er hat sein Gewicht innerhalb dieser Zeit
von ca. 6 kg auf ca. 12 kg verdoppelt. Buster liebt die Spaziergänge durch den
Wald und geht gerne auf Eichhörnchenjagd. Zum Glück sind die flinker und
geschickter als er.
In der Zwischenzeit hat Buster seinen Welpenkurs
abgeschlossen. Er hat so ziemlich alles brav gelernt, bis auf das "bei
Fuß". Das passt ihm wohl nicht, denn sobald er das Wort Fuß hört, dreht er
ab, auch wenn man ihm ein tolles Leckerchen vor die Nase hält. Hier hat
Buster seinen eigenen Kopf, aber das werden wir weiter mit ihm üben.
Weiterhin hat Buster gelernt, mit einem "invisible
fence", einem unsichtbaren Zaun zu leben. Da wir hier in Amerika ein sehr
großes Grundstück haben, haben wir uns einen solchen unterirdischen Zaun
einbauen lassen. Er besteht aus Draht, der rund um den Garten unter der
Erde verlegt wird, einer Steuereinheit, die in der Garage hängt und einem
Empfänger, den Buster um den Hals trägt. Sobald er sich dem Zaun nähert,
hört er einen Pfeifton. Er weiß dann, dass er schnell wieder zurücklaufen
muss, denn wenn er diesen ignoriert, bekommt er einen leichten
Stromschlag. Nun, da er weiß, bis wohin er darf, kann er ohne Leine im
Garten herumlaufen. Später darf er auch ganz alleine im Garten bleiben.
Buster war in der Woche vor Ostern zum ersten
Mal mit uns in Ferien am Meer. Er hat sich wacker geschlagen. Die
Autofahrt dauerte ca. 6 Stunden, doch er war die ganze Zeit über sehr
brav. Unser Ferienhaus auf den Outer Banks war ihm zu Beginn etwas
unheimlich und er wollte zunächst nicht so richtig fressen. Nach 2 Tagen
hatte er sich aber gut eingelebt und fühlte sich sehr wohl. Am meisten
Spaß hatte er am Strand. Dort fraß er mit Vorliebe trockenen Seetang oder
tollte mit anderen Hunden herum. Wir sind froh, dass er sich als guter
Urlaubshund entpuppt hat.
Mitte Mai war Buster zum ersten Mal beim Hundefrisör.
Da es im Washingtoner Raum im Sommer extrem heiß wird (es herrschen
bereits im Mai Temperaturen bis zu 34°C) haben wir sein Fell kurz
schneiden lassen. Auch wenn wir uns an seinen neuen Anblick gewöhnen
mussten, finden wir ihn noch immer sehr süß. Und er fühlt sich mit seinem
kurzen Fell pudelwohl.
In den Sommerferien war Buster mit uns in Kanada, New
Hampshire und Maine. Er hat alle Wanderungen und Ausflüge begeistert
mitgemacht. Zum Glück war es im Norden nicht so heiß. Für Buster waren es
genau die richtigen Temperaturen. Das einzige, was er nicht mochte, war
das Wasser. Ob See- oder Meerwasser, er macht lieber einen großen Bogen
darum. Bald muss er wieder geschoren werden. Sein Fell ist wieder richtig
lang geworden.
Buster hat nun seinen nächsten Hundekurs begonnen. Er
ist jetzt im Kurs für fortgeschrittene junge Hunde. Das Wichtigste, was er
nun lernen muss, ist, dass er auf Befehl kommen muss. Er hat sich sehr
gefreut, seine Hundefreunde aus den ersten beiden Kursen wieder zu finden.
Buster hat am 11. Oktober seinen ersten Geburtstag
gefeiert. Vorher hat er uns noch einen gehörigen Schreck eingejagt. Anfang
Oktober hatte er zuhause Plastikperlen unserer Mädchen gefressen, dazu
muss er wohl kräftig aus dem Putzeimer getrunken haben oder eine
anderweitige giftige Substanz verschluckt haben. Jedenfalls musste er
wegen akutem Nierenversagen für 5 Tage in die Hundeklinik. Die Ärzte waren
zuerst sehr pessimistisch, doch hat sich Buster in der Zwischenzeit gut
erholt und seine Nierenwerte sind wieder im normalen Bereich. Er bekommt
jetzt spezielles Futter für nierenkranke Hunde. Wir müssen abwarten, wie
er sich entwickelt und ob die Nieren einen bleibenden Schaden
davongetragen haben oder nicht. Im Augenblick sind wir optimistisch.
Mittlerweile wiegt Buster 28 kg und hat eine Schulterhöhe von 64 cm.
Busters Nierenwerte haben sich einige Wochen nach
seinem Klinikaufenthalt zum Glück stabilisiert. Auf Anraten des Tierarztes
bekommt er allerdings weiterhin das Spezialfutter. Aber ansonsten merkt
man ihm von seiner Krankheit nichts mehr an. Wir hoffen, dass das auch auf
Dauer so bleibt.
Weihnachten steht vor der Tür. Buster musste sich für
das Weihnachtsphoto als Rentier verkleiden. Ganz glücklich war er darüber
nicht. Ansonsten ist er aber wieder ganz der Alte, gesund und lebhaft.
Mittlerweile ist es Ende Januar 2005. Buster erlebt
seinen zweiten Winter. Er liebt den Schnee, tollt darin herum wie ein
kleiner Welpe. Das einzige, was ihm nicht gefällt, ist, wenn seine Pfoten
voller Schneeklumpen sind. Er hat jetzt wieder sein Winterfell, das hält
ihn auch bei Temperaturen um minus 15°C schön warm. Seine Nierenwerte sind
vor kurzem wieder gemessen worden. Alles in Ordnung!
Buster ist nun schon 2 Jahre alt. Im Juni mussten wir
ihn zwei Wochen in eine Hundepension geben, da wir nach Deutschland
geflogen sind. Es hat ihm aber dort viel Spaß gemacht, auch wenn er am
Ende froh war, uns wiederzusehen. Im Juli durfte er dann mit auf eine Tour
durch Tennessee, Kentucky und Ohio.
Eigentlich sollte er jetzt aus dem Welpenalter raus
sein. Das weiß er aber nicht so richtig. Noch benimmt er sich nicht immer
wie ein großer, erwachsener Hund. Im Sommer haben wir Buster zweimal
scheren lassen. Jetzt ist sein Fell für den anstehenden Winter wieder
recht lang geworden.
Nun ist beinahe wieder ein Jahr vergangen. Ende
August 2006 sind wir aus den USA nach Deutschland zurückgezogen. Buster
hat den langen Flug bestens überstanden und sich schnell in seiner neuen
Heimat eingewöhnt. Im ländlichen Sinziger Raum lernt er Kühe kennen und
ist begeistert von all den herrlichen Gerüchen. Gerne streunt er in den
Feldern hinter unserem Haus herum. Dem müssen wir leider bald einen Riegel
vorschieben. Buster wird in Kürze 3 Jahre alt und es geht ihm prächtig.
Und schon wieder ist ein Jahr vergangen. Buster ist
mittlerweile 4 Jahre alt, im besten Hundealter. Unseren Garten haben wir
eingezäunt, so dass Buster nur noch streunen gehen kann, wenn jemand das
Gartentor auflässt. Buster geht es gut in Deutschland. Ob er sich wohl
noch an Amerika erinnern würde? Im Ort ist er übrigens bekannt wie ein
"bunter Hund". Viele Leute, die uns beim Spaziergang treffen, fragen, ob
das nicht der Hund von der Website sei. Zum Glück bildet er sich nichts
darauf ein, sondern freut sich einfach über die außergewöhnliche
Zuwendung.
Buster ist im November 2008 ganz groß herausgekommen.
Er wurde in einem Zeitungsartikel des Münchener Merkur mit der Überschrift
"Goldendoodle oder Tierheimhund" abgelichtet. In diesem Artikel geht es um
die Frage nach dem zukünftigen "first dog" des neuen amerikanischen
Präsidenten Barack Obama. Buster thront unter der Obama-Familie, rechts
von ihm ein Foto von Bill Clinton mit seinem Hund "Buddy", links von ihm
George W. Bush mit seinem Hund "Barney". Damit ist Buster zumindest der "first
dog" von Sinzig geworden. Herzlichen Glückwunsch, Buster!
Wir machen einen Sprung ins Jahr 2010, leider mit
einer traurigen Nachricht. Buster ist sehr krank, er hat bösartige Tumore
in der Leber. Nachdem er Anfang des Jahres schlecht fraß, brachten wir ihn
zu unserer Tierärztin, die schließlich die Diagnose stellte: Leberkrebs.
Ob es eine Folge seiner Vergiftung aus dem Jahre 2004 ist oder einfach
Pech, wissen wir nicht. Zum Glück handelt es sich aber um eine Krebsart,
die mit Chemotherapie behandelt werden kann. Insofern bekommt Buster seit
einigen Wochen diese Chemotherapie, die er bisher gut verträgt. Allerdings
verliert er viele seiner schönen Haare. Er sieht zurzeit ein wenig
zerrupft aus, doch wachsen die Haare mit der Zeit nach. Wie seine
Lebenserwartung nun aussieht, können uns die Ärzte nicht sagen. Wir müssen
die ersten Ergebnisse nach Ende des ersten Therapiezyklus abwarten. Buster
ist nun sechseinhalb Jahre alt, eigentlich im besten Hundealter!
25. Mai 2010: Es folgt der letzte Eintrag auf dieser
Seite. Wir mussten Buster zu unserer großen Trauer am 18. Mai 2010
einschläfern lassen. Trotz Chemotherapie ging es ihm immer schlechter. Er
war zuletzt nur ein Schatten seiner selbst, sehr abgemagert und schwach.
Wir wollten ihn nicht länger leiden lassen. Er fehlt uns ganz furchtbar.
Wir sind dankbar für die wunderbare Zeit, die wir mit ihm verbringen
durften, auch wenn diese viel zu kurz war.
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