Schon im zarten Alter von elf Jahren habe ich unseren ersten Familienhund ausgebildet und belegte mit unserer Beaglehündin Tammy bereits den dritten Platz. Zu diesem Zeitpunkt war es das erste Mal, dass ein Beagle so erfolgreich in dieser Hundeschule teilgenommen hatte. Die "Kleine" mit den Zöpfen bin übrigens ich im Jahre 1971.

Meinen ersten eigenen Hund erwarb ich dann im Jahre 1980. Da ich beabsichtigte, mit ihm Hundesport zu betreiben , entschied ich mich damals für einen Rottweiler namens Chico.

Mit ihm qualifizierte ich mich im Rottweiler Club gleich dreimal infolge zur "Deutschen Meisterschaft". Im ersten Jahr belegten wir den 9. Platz und schon im darauf folgenden erreichten wir die 5. Platzierung. Ein Jahr später wurden wir zu meiner großen Freude Landessieger und belegten punktgleich mit dem Erstplazierten mit 295 von 300 erreichbaren Punkten den 2. Platz.

Im Jahre 1983 erwarb ich eine ganz wunderbare Rottweilerhündin. Mit ihr legte ich erfolgreich meine Schutzhundprüfung ab und bekam somit meine Zuchterlaubnis und zweimal den Preis für den erfolgreichsten Züchter der "Deutschen Meisterschaft".
Während dieser Jahre führte ich überaus erfolgreich mehrere Hunde zu Schutzhundprüfungen. Selbst aus Los Angeles bekam ich zahlreiche Einladungen, um dort Ausbildungsseminare abzuhalten.

Über die Jahre ließ mein Interesse am Hundesport ein wenig nach, die große Liebe zu Hunden wurde allerdings immer größer. Mittlerweile hatte ich den Hundesport aufgegeben.

Obwohl der Rottweiler zu den Gebrauchshunden zählt, er ausgeglichen, gelehrig und mutig ist, braucht er dennoch einen Menschen, den er für kompetent genug hält, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Bei zögerlichen, unsicheren Menschen neigt diese Rasse gerne dazu, das Ruder zu übernehmen und seiner Familie die Führung zu geben, die diese seiner Meinung nach braucht.

Daher suchte ich nach einer etwas leichtführigeren Hunderasse, die meinen geänderten Interessen entsprechen sollte. Vom Erscheinungsbild her stellte ich mir einen stämmig kurzhaarigen, lebhaften, aber keineswegs nervösen Hund ohne Aggressionen vor. Ferner legte ich Wert auf Langlebigkeit und eine gewisse Verspieltheit. Er sollte für mich auf jeden Fall ein kontaktfreudiger und fröhlicher, sowie treuer Kamerad sein. Nach reiflicher Überlegung entschied ich mich für den Labrador, der all diese Rasseeigenschaften positiv verankert hat.
Im Jahr 2003 wurde ich dann erstmalig auf den Labradoodle aufmerksam.

Meine erste Reaktion auf dieses Phenomen war "Die spinnen wohl!", im ersten Moment belustigte mich der Name geradezu. Nachdem ich mich jedoch intensiv mit dieser "Rasse" beschäftigte und etliche namhafte Doodlezüchter aus dem Ausland kontaktiert hatte, wurde mit bewußt wie vielfältig und interessant diese Rasse ist.

Meine Leidenschaft war geweckt, und so brachten wir die Doodlezucht nach Deutschland!

Diese Entscheidung sollte sich als die beste herausstellen, die ich jemals getroffen hatte.

So kannte ich zu dieser Zeit bereits eine sehr erfahrene Züchterin, die seit über 30 Jahren den Pudel züchtete und dem Doodle sehr zugewandt war. Sie unterstützte mich mit ihren wertvoll langjährigen Erfahrungen, und so konnte ich meine absolut bewährte, gesunde und langlebige Retrieverzucht mit einem geeigneten Pudel komplimentieren.

Die Weichen waren gestellt, und wir beide freuten uns auf die ersten Welpen.

Unsere Begeisterung nach diesem ersten Wurf, das Aussehen und die überaus positiven Eigenschaften der kleinen Hundebabies war so riesig, dass wir fortan unser Augenmerk auf die Doodlezucht richteten.

Aus meiner langjährigen Erfahrung heraus und ohne zu übertreiben , kann ich aus Überzeugung sagen, mir wirklich keine andere Hunderasse vorstellen zu können, die es so spielerisch und ganz unkompliziert schafft, sich den Bedürfnissen der Neufamilien anzupassen, um im Handumdrehen der "Liebling" der Familie zu werden.

Auch so konnten wir nun zahlreiche Menschen glücklich machen, denen es bislang wegen ihrer Hundehaarallergie nicht möglich war, ihre Familie mit einem liebenswerten Vierbeiner zu bereichern.

In den Jahren sammelten wir mit dem Doodle immer mehr positive Erfahrungen und richteten unsere Zucht danach aus, wie es sich bereits im Ausland bewährt und etabliert hatte.

So ist es uns heute möglich, die Vielfalt der Haarbeschaffenheit und deren Charakter in unseren Welpen zu erkennen, um den richtigen Welpen dem geeigneten Besitzer zu vermitteln.

Inzwischen beschäftigen wir uns in unserer Zucht schon über längere Zeit nicht mehr ausschließlich mit dem klassischen Pudel/Retrievermix.
Für uns ist es sehr wichtig und oberste Priorität, uns an den deutlich längeren und bewährten Erfahrungen der Doodlezüchter im Ausland zu orientieren.

Dies beinhaltet gewisse Vorteile, es erübrigen sich zum Beispiel aufwendige Experimente. Somit können wir bereits intensiv an der Verfeinerung des Doodles arbeiten. Eine Zucht, von welcher Rasse auch immer, sollte und muss konsequent auf Jahre angelegt sein, will man von einer optimalen Qualität ausgehen.

Nach intensiv aufklärenden Gesprächen mit Interessenten, ist es meine Aufgabe individuell für jeden Menschen den richtigen Welpen auszuwählen, denn nicht jeder Doodle passt zu jedem Interessenten.

Das I-Tüpfelchen erfüllen gerade die Hunde, welche zum Beispiel im Hospiz und als Therapiehund oder auch mit Kindern beim dogdancing eingesetzt werden.

Das macht uns natürlich und zurecht auf unsere Arbeit ganz besonders stolz.